„Hair“ – Mit 13.570 Besuchern ein voller Erfolg für den Musicalsommer Amstetten!

(c) Mag. Gerhard Sengstschmid

Schon vor zehn Jahren wurde „Hair“ in Amstetten aufgeführt – für den Sommer 2017 entschied man sich abermals für das Stück aus der Flower-Power-Zeit unter der Regie von Alex Balga, der Choreographie von Jerome Knols und der musikalischen Leitung von Christan Frank. Eine sehr gute Wahl, wie sich an dem begeisterten Publikum, einer Auslastung von 99,91 Prozent und acht Zusatzvorstellungen zeigte. Dieses Jahr setzte man auf Künstler in den Hauptrollen, die bisher noch nicht in Amstetten auf der Bühne standen: Michael Souschek in der Rolle des Berger, Anführer der Tribe, Oliver Arno als Claude, der zur Armee berufen wird und nicht weiß, ob er sich den Wünschen seiner Eltern fügen und für die USA dienen soll, und Marjan Shaki als Sheila, die in Berger verliebt ist. Diese Künstler ergänzen sich auf der Bühne perfekt: Michael Souschek ist ein kraftvoller Berger, agil und frech springt er über die Bühne, zeigt die rücksichtslose Seite von ihm, aber auch die Seite, der Freundschaften wichtig sind, überrascht die Zuschauer indem er in das Publikum kommt und Küsschen verteilt oder seine Unterhose auf der Bühne herunter zieht. Stimmlich einwandfrei gibt er beispielsweise „Donna“ oder „Going Down“ zum Besten – man merkt ihm seine Energie und Spielfreude bei dieser Rolle an. Eine perfekte Besetzung! (mehr …)

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Interview mit Thomas Hermanns, Marvin A. Smith und Christoph Papendieck zum neuen Musical „Boybands Fovever“

Thomas Hermanns (c) Max Kohr

Thomas Hermanns – Buch & Regie

  1. Du bist seit über 20 Jahren als Moderator, Comedian und auch Regisseur erfolgreich. Stehst Du lieber vor oder hinter der Kamera?
    Thomas Hermanns: Ich wechsle gern die Seiten. Es macht mir viel Spaß auf der Bühne zu stehen, selber zu performen. Aber genau so viel Spaß macht es eigentlich, sich die Sachen auszudenken und dann umzusetzen. Gerade so eine Show wie „Boybands forever“ ist natürlich ein großer Traum! Es beginnt damit, dass man eines Tages aufwacht und plötzlich verschiedenste Boyband Songs im Kopf hat. Dann denkt man, die sind doch eigentlich ganz gut, man entwickelt die Idee weiter und weiter. Schließlich sitzt man hier in London beim Casting und es wird wirklich wahr. Also: hinter der Bühne ist schön, auf der Bühne ist schön, unter der Bühne ist schön, am besten alles Mal abwechselnd (lacht).

 

2. Worauf legst Du bei Buch & Regie zu „Boybands forever“ besonderen Wert? Wie kann man das Boyband-Feeling von damals wieder lebendig machen?
Thomas Hermanns: Das wichtigste an Buch und Regie von „Boybands Forever“ sind die Songs der Boybands. Leider werden diese ja manchmal belächelt, weil man nur an die oft wirklich albernen Kostüme denkt und alles andere, das irgendwie immer ein bisschen merkwürdig wirkte. Aber die Lieder sind super! Und darauf legen wir bei dieser Produktion so viel Wert. Wir wollen die Qualität der Boyband Songs wieder nach vorne stellen. Es sind großartige Popsongs, die nicht ohne Grund Welthits geworden sind und das wollen wir bei der Arbeit hervorheben. Deshalb sind wir hier in London und suchen die besten Sänger, um diese guten Songs wieder zum Strahlen zu bringen.

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Das neue Stück von Thomas Hermanns „Boybands Forever“ geht auf Tournee

Boybands Forever (c)Holger-Fichtner

Ob „New Kids on the Block”, „Take That”, „Backstreet Boys” oder „One Direction” – nichts polarisiert und fasziniert so sehr wie Boybands. Seit Generationen verkaufen sie weltweit Millionen Tonträger und brechen mindestens ebenso viele Herzen. Riesenerfolge, Massenhysterien, ungebrochene Begeisterung und unsterbliche Popsongs. BOYBANDS FOREVER nimmt die Besucher mit auf eine aufregende Welt- und Zeitreise, entfacht für einen Abend das Boyband-Feuer neu und vereint die besten Songs in einer großartigen Live-Show.

BOYBANDS FOREVER ist eine Musical-Show, die uns das Phänomen und sein Erfolgsgeheimnis ergründen lässt – Step by Step und Hit für Hit. Zusammen mit einer erstklassigen Cast, begibt sich der Konzertbesucher auf eine spannende Rundreise durch die Jahrzehnte, über die Kontinente und erfährt alles über die Essenz der ultimativen Boyband. Was ist es, was diesen Zauber ausmacht, die Emotionen auslöst? Welche Rolle spielen die Charaktere, die Outfits, die Videos? Die Neugierigen werden verstehen, die Töchter die Jugend ihrer Mütter nachempfinden und die Fans dürfen endlich mal wieder Fan sein: Zwei Stunden voller perfekter Choreografie, beeindruckender Dancemoves und cooler Styles, aber auch viel Spaß, Selbstironie und vor allem einzigartiger Melodien mit den so besonderen Gesangsharmonien. (mehr …)

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„ELVIS – Das Musical“ – Vorverkaufsstart für die Tournee 2018 am 28.07.2017 (Presale ab 21.07.2017)

„ELVIS – Das Musical“ – Vorverkaufsstart für die Tournee 2018

Europas erfolgreichste Musical-Biographie geht ab Januar 2018 erneut auf große Tournee – mit echten Zeitzeugen, über zwei Stunden Live-Musik und erweiterter Besetzung / Vorverkaufsstart am 28. Juli 2017

Passau, 19. Juli 2017. Im Januar 2015 ging „ELVIS – Das Musical“ erstmals auf Tournee, um den „King of Rock’n’Roll“ ein musikalisches Denkmal zu setzen. Seither haben über 250.000 Zuschauer die Show bejubelt und mit diesem Erfolg auch die neue Form der Musical-Biographie im gesamten deutschsprachigen Raum etabliert. Das zweieinhalbstündige Live-Spektakel präsentiert die gesamte musikalische Vielfalt von Elvis Presley – von Gospel über Blues bis hin zu hemmungslosem Rock’n’Roll – und lässt sein musikalisches Leben in ausgewählten Schlaglichtern eindrucksvoll Revue passieren. Vom 2. Januar 2018 bis Mai 2018 geht „ELVIS – Das Musical“ erneut auf Tournee durch über vierzig Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Offizieller Vorverkaufsstart ist am 28. Juli 2017 (exklusiver Presale über Eventim bereits ab 21. Juli). Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.elvis-musical.co. (mehr …)

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Die West Side Story auf dem Magdeburger Domplatz

Die West Side Story mit Musik von Leonard Bernstein und Texten von Stephen Sondheim (Idee Jerome Robbins, Buch Arthur Laurents) ist so gut wie jedem ein Begriff; auf zahlreichen Musicalbühnen aufgeführt, in der Schule im Englischunterricht durchgenommen, oder bei Musicalgalas Auszüge davon gehört – irgendwo sind die meisten sicherlich schon in Kontakt mit diesem Musical gekommen. Nun wird es in diesem Jahr als Open Air auf dem Magdeburger Domplatz aufgeführt.

Die Geschichte der West Side Story lehnt sich an Romeo und Julia an, ist sozusagen die modernere Fassung davon. Es gibt in New York zwei verfeindete Banden, die Jets, bestehend aus Amerikanern der nicht so hohen Klasse, lebend in Slums, mit ihrem Anführer Riff und die Sharks, eingewanderte Puerto-Ricaner, die in Amerika auf ein besseres Leben hoffen, deren Gangleader Bernardo ist. Es kommt auf der Straße zu Auseinandersetzungen, die von Officer Krupke abgewendet werden. Daraufhin soll ein Kampf zwischen den Banden stattfinden; dazu überredet Riff Tony, der einmal zu den Jets gehörte, noch einmal dabei zu sein. Bei einer abendlichen Tanzveranstaltung kommt es dann zu weiteren Problemen, da sich Tony und Maria ineinander verlieben, was Bernardo nicht recht ist. Es soll einen Mann-zu-Mann-Kampf unter der Autobahnbrücke geben, Tony versucht dies aber zu verhindern, was ihm aber nicht gelingt. Stattdessen artet es aus, es kommen Messer mit ins Spiel und Bernardo tötet Riff. Daraufhin ersticht Tony Bernardo, was aber keine Absicht war. Maria ist über die Vorfälle entsetzt und zuerst sauer auf Tony, bis dieser ihr klar machen kann, dass er nicht vor hatte, Bernardo zu töten. Anita, die Freundin von Bernardo, versucht Maria davon zu überzeugen, dass Tony nicht der Richtige für sie ist („A Boy Like That/I Have A Love“), aber Maria hält an ihrer Liebe fest. Durch Missverständnisse endet es ähnlich wie bei Romeo und Julia: Tony stirbt in den Armen von Maria. Das Gute daran: Beide Gruppen lernen daraus, dass es sich nicht lohnt, Menschenleben zu opfern. (mehr …)

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„Cindy Reller“ – Das Cinderella-Märchen wird im Schmidt Theater auf den Kiez verlegt

Wer kennt es nicht, das Märchen von Cinderella, in Deutschland eher unter dem Namen Aschenputtel bekannt, die sich in einen Prinzen verliebt, ihrer Stiefschwester und der bösen Stiefmutter!? Diesen Stoff nahmen sich Carolin Spieß (Regie), Martin Lingnau (Buch und Musik), sowie Heiko Wohlgemuth (Buch und Songtexte) zur Brust und haben geschaut, wie die Story wohl in der heutigen Zeit mitten in Hamburg, nämlich auf dem Kietz, aussehen könnte. Herausgekommen ist dabei das lustige Schlager-Musical „Cindy Reller“: Cindy Reller, Stieftochter von Renate Reller-Rochen, Inhaberin einer Tierhandlung in St. Pauli, schuftet den ganzen Tag für die Familie. Kümmert sich um die Tiere, sehr schön und lebendig dargestellt durch bewegende Stofftiere und Handpuppen, allen voran ein Papagei, der schon die Slang-Sprache der anderen Tochter Blondie Rochen angenommen hat. Noch dazu muss Cindy sämtliche Hausarbeiten der Familie übernehmen; so kuscht so den ganzen Tag in gebeugter Haltung, von der Stiefmutter und Stiefschwester schikaniert. Cindy sitzt eines Abends in dem Laden und singt ein Lied – sie wäre so gerne Schlagersängerin. Dies hört zufällig Edelbert von Grootfru Junior, ebenfalls Schlagerfan und Sohn von dem cholerischen Edelbert von Grootfru Senior, der sich in der Werbebranche einen Namen gemacht hat. Edelbert Jr. arbeitet ebenfalls in der Firma, allerdings bisher eher erfolglos. Nun soll er aber für eine wichtige Werbekampagne einen Song finden. Diesen Song findet er in dem Lied, welches Cindy singt. Leider sieht er sie nicht, kann aber eine Aufnahme ihres Gesanges machen. Am nächsten Tag geht er in die Tierhandlung und stößt auf Cindy – bei beiden funkt es sofort. Renate taucht auf und erzählt hinter Cindys Rücken, dass der Gesang von ihrer Tochter Blondie kommt. Blondie ist ein zickiges, sehr dummes Ghetto-Mädchen; das komplette Gegenteil von Cindy. (mehr …)

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BaRock-Oper „Vivaldi-Die fünfte Jahreszeit“ – Eine neue Ära des Musicals

Die Uraufführung „Vivaldi-Die fünfte Jahreszeit“ wurde am 03. Juni 2017 in der Wiener Volksoper zelebriert. Das Stück von Christian Kolonovits zeigt nach 6-jähriger Arbeitszeit eine bunte und moderne BaRock-Oper. Mit dem Hauptdarsteller Drew Sarich hat der Komponist und zugleich Dirigent dieses Stücks alles richtig gemacht und so zieht es nicht nur die „Opernfans“ in die Volksoper. 

Das Stück beginnt am Karlsplatz in Wien, wo die junge Rockband „Vivaldi“ nach den letzten Noten des gleichnamigen Komponisten sucht. Enttäuscht finden sie jedoch nur eine Gedenktafel. Doch dann finden sie das Tagebuch von Paolina Giró, welche die Schwester von Vivaldis Muse war. Dann beginnt die Reise in die Vergangenheit, ins Jahr 1740 nach Venedig, wo der ausgebrannte Komponist, seine letzte Reise nach Wien plant, da ihm seine Geliebte, Annina, die Schwester Paolina´s verlassen hat. Er möchte dem Kaiser von Österreich eine Oper über sein Leben schenken und bittet den Theaterschriftsteller Goldini ein Libretto dafür zu schreiben. In den nächsten Szenen des Stücks, sieht man rückblickend das Leben von Antonio Vivaldi. Der Vater war Frisör und begeisterter Musiker, die Mutter sieht die Musik nur als brotlose Kunst. Somit verkauft sie ihren Sohn dem späteren Kardinal Ruffo, der Antonio zum Priester ausbildet. Bei der Priesterweihe stellt sich jedoch eine Weihrauchallergie heraus und somit wird Vivaldi des Priesterdienstes suspendiert. Ruffo fühlt sich von Antonio verraten. Der Komponist Vivaldi beschließt Geigenlehrer bei den Mädchen von Pietá zu werden. Annina kommt zu dem Chor hinzu und bekommt die Hauptrolle in Vivaldis Stück. (mehr …)

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„The Stamps Quartet“ trat über 1000 mal mit Elvis zusammen auf. Wir führten ein Interview mit Ed Enoch, der mit „Elvis-Das Musical“ auf der Bühne stand und auch wieder bei den Shows im Estrel dabei sein wird

Ed Enoch mit Grahame Patrick Copyright: Nastassja J. Stork

Ed Enoch ist eine Legende: Als Mitglied des legendären „The Stamps Quartet“ stand er für über 1000 Konzerte zusammen mit Elvis Presley auf der Bühne, sang auf Bitte von Vernon Presley auf Elvis‘ Beerdigung im Jahre 1977 und ist seit 2003 mittlerweile Inhaber der Stamps. Nun steht er regelmäßig mit dem Gospelchor zusammen auf der Bühne bei „Elvis-Das Musical“, welches in dem deutschsprachigen Raum auf Tournee gewesen ist. Zur Freude der Fans wird die Tour auch in 2018 weiter vorgesetzt. Dazwischen gibt es noch im Sommer die jährliche Konzertreihe „Stars in Concert“ im „Estrel“ Hotel Berlin. Es ist eine große Ehre, dass uns Mister Ed Enoch für ein telefonisches Interview zur Verfügung stand und wir bedanken uns herzlichst bei ihm für dieses offene Interview. An dieser Stelle ebenfalls vielen Dank an das Elvis-Team.

Nastassja Juel Stork: Wie bist Du zur Musik und dem „Stamps Quartet“ gekommen?

Ed Enoch: Ich wuchs bei meinen Großeltern, die mich großgezogen haben, auf dem Land auf. Dort gab es überall ums Haus herum Musik. Alle Nachbarn, alle Leute, die auf den Farmen in der Nähe arbeiteten, trafen sich am Wochenende mit Akkordeons und anderen Instrumenten – wir saßen dann im Vorgarten unseres Hauses und machten Musik. Das war auch etwas, was ich machen wollte, aber ich dachte, ich hätte nicht genügend Talent dazu. Als ich dann älter wurde, wählte ich Musik an der Schule. Auch nach dem Militärdienst, bei dem ich drei Jahre lang war, war ich weiter an Musik interessiert. Ich machte Zuarbeiten für RCA Victor. In 1969 lernte ich durch den Producer J. D. Sumner kennen und wurde so Bandmitglied der Stamps und bin seit dem dabei. Nach dem Tod von J. D. Sumner 1998 bemühte ich mich um die Lizenz für das Stamps Quartet, welche ich dann auch im Jahre 2003 erwarb. Das ist eine sehr schöne Frage! (lacht) (mehr …)

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Das Molekül – Wo Wissenschaft auf das Genre Musical trifft

Foto: Bettina Stöß

Ein Wissenschafts-Musical – William W. Murta hat dieses Musical den Schauspielern auf den Leib geschrieben. Er komponierte „Das Molekül“ für Darsteller, die seit Jahren immer wieder am Theater Bielefeld spielen: Alexander Franzen, Thomas Klotz, Veit Schäfermeier, Carolin Soyka, Carlos Rivas und Roberta Valentini. Dass ein Musical nicht immer die typischen Themen wie Liebe, kann man am Stadttheater Bielefeld seit dem 19. Mai 2017 in einer Inszenierung von Thomas Winter sehen. Hier geht es um die Geschichte des Moleküls, beziehungsweise um zwei Geschichten. Diese laufen, wie die Doppelhelix, umeinander herum. Auf der Bühne sieht das dann so aus, dass oftmals die Handlung aus den Jahren 1951-1962, wo es darum geht, wie ein DNA-Molekül aufgebaut ist und die Handlung 1997-2000, in der das Genom entschlüsselt wird, parallel zu sehen sind und man zwischen den Sätzen von 1953  und 1998 hin und her springt.

Zu sehen sind die historischen Figuren Rosalind Franklin/Claire Fraser – Roberta Valentini, Odile Crick/Bernadine Healy – Carolin Soyka, Francis Crick/Francis Collins  – Veit Schäfermeier, James Watson/Jose Raul Rodriguez – Carlos Rivas, Maurice Wilkins/Mike Hunkapiller – Alexander Franzen, Craig Venter/Linus Pauling – Thomas Klotz (alle ebenfalls in weitern kleineren Rollen) unterstützt vom Bielefelder Opernchor und den Bielefelelder Philharmonikern.

Thomas Klotz begrüßt 1951 als Craig Venter (Leiter des Instituts für Genomische Forschung/Maryland) das Publikum im Stadttheater Bielefeld, einige Zuschauer wundern sich, dass die Türen noch nicht geschlossen sind. Venter beginnt mit seinem Vortrag und bittet dann auch darum, dass die Saaltüren geschlossen werden. Nun gibt es eine kleine Einführung in die Genetik, die jedem Zuschauer sicherlich noch aus den Schultagen bekannt ist: Mendel mit der Vererbungslehre, veranschaulicht an den Erbsenpflanzen. Klotz spielt beide seiner Rollen in diesem Stück hervorragend, das Theater Bielefeld traf eine exzellente mit dieser Besetzung. (mehr …)

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„Kein Pardon“ feierte am 06.05.2017 Premiere in Leipzig

© Tom Schulze

Der Ruhrpott wurde nach Sachsen verlegt! Wer kennt ihn nicht, den Kultfilm aus dem Jahre 1993, in dem Hape Kerkeling Peter Schlönzke spielt?! Das Musical, welches darauf beruht, lief knapp über ein Jahr lang, bis Ende 2012, in Düsseldorf. Nun stehen einige Künstler, die schon in der früheren Produktion mitgemacht haben (Iris Schumacher, Julia Waldmayer und Benjamin Sommerfeld) zusammen mit dem Ensemble aus Leipzig (Chor der Musikalischen Komödie, dem Ballett und der Komparserie) und dem Gast H.-G. Pachmann auf der Bühne der Musikalischen Komödie und bescheren den Zuschauern einen lustigen Abend. Das Musical, von Thomas Hermanns inszeniert, wurde in eine Fassung für die Theaterbühne mit großem Orchester und mit Chor (Musikalische Leitung Stefan Klingele) adaptiert. Im Vordergrund steht Peter Schlönzke – hervorragend von Benjamin Sommerfeld gespielt -, der jeden Samstag Abend im Rahmen seiner Familie, bestehend aus Mutter Hilde (Iris Schumacher), Oma Hilma (Anne-Kathrin Fischer) und Opa Hermann (Hans-Georg Pachmann) auf dem Sofa der damaligen gutbürgerlichen Wohnung, mit röhrendem Hirschbildern an der Wand, das buten Treiben der Glitzerwelt im Fernsehen verfolgt, in dem die ganze Familie „Witzigkeit kennt keine Grenzen“ mit dem beim Publikum beliebten, aber hinter den Kulissen cholerischen Heinz Wäscher (Cusch Jung) anschaut. Zwischen Schnittchen schmieren für den „mittelständischen Betrieb“ der Familie, „Schlönzkes Schnittchen Laden“, und den Fernsehabenden, fragt sich Peter, was es wohl noch alles gibt – passend dazu schickt ihn seine Mutter überraschend zum großen Casting für das „Talent des Jahres“ von „Witzigkeit kennt keine Grenzen“. Dort lernt er die dort arbeitende Ulla (Julia Waldmayer) kennen, die aber schon bald einen neuen Job in London anfängt. Peter kommt zeitglich durch einen dummen Zufall dazu, der neue Moderator von „Witzigkeit“ zu werden und Wäscher, von Starallüren geplagt und nur am Meckern, muss gehen – Peter zur Seite steht nun ein Team: Bertram (Andreas Rainer), Walter, (Michael Raschle), Doris (Sabine Töpfer) und Käffchen Karin (Nora Lentner). (mehr …)

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