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„You can’t stop the beat“ am Theater Dortmund – „Hairspray“

©Bjoern Hickmann

Hairspray ist zur Zeit ein sehr beliebtes Stück an den Theatern im deutschsprachigen Raum, eventuell auch wegen der doch aktuellen Thematik, geht es doch hier um Diskriminierung von denen, die auf eine Art und Weise anders sind und nicht dem „Durchschnitt“ entsprechen. Unter der Regie von Melissa King und der musikalischen Leitung von Philipp Armbruster gelang in Dortmund der Sprung zurück in die 1960er Jahre. Der erste Handlungsstrang beschäftigt sich mit Tracy Turnblad (Marja Hennicke), einer rundlichen und zum Leben durchweg positiv eingestellten Teenagerin, die unbedingt in der Corny Collins-Show mit den standard-perfekten Mädchen und Jungen mittanzen möchte. Ihre Mutter (fabelhaft gespielt von Ks. Hannes Brock) befürchtet, dass ihre Tochter enttäuscht werden wird, da sie selber die Erfahrung machte, dass man als Mensch, der optisch anders ist, in ihren beiden Fällen einfach dicker als der Durchschnitt, es nicht immer einfach hat und einem Steine in den Weg gelegt werden. Ihr Vater Wilbur hingegen, Fritz Steinbacher übernahm diese Rolle, glaubt an seine Tochter und treibt sie an, ihre Träume zu realisieren. In der Corny Collins-Show (der Showmaster: Morgan Moody) tritt auch regelmäßig Link Larkin (Jörn-Felix Alt) auf, der auf seinen Durchbruch als Rock’n’Roll-Schmusesänger hofft und dem seine Haare und Frisur aber sicherlich genauso wichtig sind. (mehr …)

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„Sunset Boulevard“ begeistert am Theater Dortmund mit erstklassiger Starbesetzung

Theater Dortmund Spielzeit 2016/2017 Sunset Boulevard OPERNHAUS DORTMUND Musical von Andrew Lloyd Webber 
Nach dem Film von Billy Wilder 
Deutsch von Michael Kunze Neuinszenierung der Bad Hersfelder Produktion von 2011 Premiere 08.10.2016 Musikalische Leitung: Ingo Martin Stadtmüller, Manuel Pujol Regie: Gil Mehmert Szenische Probenleitung: Erik Petersen, Christian Stadlhofer Choreografie: Melissa King Choreografische Einstudierung und Dance Captain: Yara Hassan Bühne und Kostüme: Heike Meixner Dramaturgie: Wiebke Hetmanek Norma Desmond: Pia Douwes Joe Gillis: Oliver Arno Betty Schaefer: Wietske van Tongeren Max von Mayerling: Ks. Hannes Brock Sheldrake u.a.: Daniel Berger Cecil B. DeMille: Hans Werner Bramer Artie Green: Morgan Moody Mr. Manfred Myron u.a.: Joshua Whitener Heather u.a.: Sarah Wilken Mary u.a.: Charlotte Katzer Ursula u.a.: Anneke Brunekreeft Jean u.a.: Yara Hassan Lisa: Lina Gerlitz Joanna u.a.: Martina Vorsthove Katherine u.a.: Natascha Valentin Cliff u.a.: Pascal Cremer John u.a.: Marvin Schütt Sammy u.a.: Anton Schweizer Wunderkind u.a.: Florian Minnerop Jonesy u.a.: Henry Lankester Schuldeneintreiber u.a.: Alexander Sasanowitsch Mit den: Dortmunder Philharmonikern

Norma Desmond: Pia Douwes
Joe Gillis: Oliver Arno

Mit großen Namen wartet das Theater Dortmund bei dem Stück „Sunset Boulevard“ von Andrew Lloyd Webber unter der Regie von Gil Mehmert auf: Pia Douwes als Norma Desmond, Oliver Arno in der Rolle des Joe Gillis und Wietske van Tongeren verkörpert die Betty Schaefer. Norma ist eine ehemalige, zu ihrer Zeit sehr erfolgreiche, Schauspielerin der Stummfilmzeit, welche allerdings schon länger zurückliegt, die dabei ist, ein Drehbuch zu schreiben, in dem sie sich selber die Hauptrolle (ironischerweise die einer 16 Jährigen) zuschrieb. Sie ist exzentrisch, hielt zum Beispiel einen Affen als Haustier und schaut sich immer wieder ihre eigenen Filme an, zu denen sie sich chic macht, wenn diese von ihrem Butler Max von Mayerling (Ks. Hannes Brock) eingelegt werden. Ein Leben voll und ganz in dem Ruhm vergangener Tage. Joe, ein Drehbuchautor, der sich in Geldnot befindet, betritt zufällig das luxuriöse Anwesen des ehemaligen Stars am Sunset Boulevard. Letztendlich durch das Geld von Norma überzeugt, gibt er ihr nach und liest und optimiert ihr Drehbuch „Salomé“; auf Kürzungen aber lässt sich die tonangebende Norma nicht ein. An Silvester gesteht sie Joe, dass sie ihn liebt und regiert sehr eifersüchtig und dramatisch, als sie von der Produktionsassistentin Betty, für die Joe Gefühle hat und mit der er ebenfalls ein Drehbuch zusammen schreibt, erfährt. Norma glaubt, bekräftigt durch die Fanpost, die sie jeden Tag erhält, aber bei der sie nicht ahnt, dass diese von ihrem Butler, zugleich ehemaligen Produzent und Ex-Ehemann Max stammen, dass die Welt schon lange auf einen weiteren Paramount Pictures-Film mit ihr in der Hauptrolle wartet. Man merkt ihr aber an, dass das abgeschottete Leben sie zu einer labilen und klammernden Frau machte, die eigentlich nur noch dafür lebt, wieder in das Showgeschäft einzusteigen. Das Ganze endet dramatisch, da Produzent Cecil B. DeMille (Hans Werner Bramer) nicht wirklich daran interessiert ist, einen neuen Film mit ihr zu drehen und Joe beschließt, aus dem Leben, was er bei und mit Norma führt, welches auf dem Geld von Norma und ihren Einschränkungen für ihn beruht, auszubrechen. So endet es mit einem Mord und einer Diva, die festgenommen wird – von den Anwesenden als großer Auftritt für sie inszeniert, damit überhaupt ein Herankommen an sie möglich ist. (mehr …)

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„Funny Girl“ – Premiere am 21. Oktober 2012

Das Musical „Funny Girl“ von Jule Styne feierte am 21. Oktober im Opernhaus Dortmund in Koproduktion mit dem Theater Chemnitz und dem Staatstheater Nürnberg Premiere. Die Musikalische Leitung übernehmen Philipp Armbruster und Jürgen Grimm. Stefan Huber ist federführend für die Inszenierung.

Mit „Funny Girl“ brachte der Produzent Ray Stark einen Teil des Lebens seiner Schwiegermutter Fanny Brice als Musical auf die Bühne. Bereits als Kind träumte Fanny, die weder hübsch war noch aus wohlhabenden Verhältnissen stammte, von einer Karriere auf der Bühne und spielte in vielen kleinen Produktionen der unzähligen kleinen Theater. Mit ihrem großen Selbstbewusstsein schaffte sie den Sprung auf die große Bühne und wurde schließlich der Star der Ziegfeld-Follies. Florenz Ziegfeld jr. hatte in den Goldenen 20er Jahren die Idee zu den legendären Broadway-Revuen.

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Ganz oder gar nicht – The Full Monty

Premiere am 11.11.2011 im Opernhaus Dortmund

Die Arbeiter eines Stahlwerks sind nach ihrer Entlassung arbeitslos, während ihre Frauen nun in den meisten Fällen das Geld nach Hause bringen. Damit geht jeder Charakter anders um. Während das Muttersöhnchen Malcolm immerhin noch als Nachtwächter im Stahlwerk angestellt ist, der emanzipierte Dave nun den Staubsauger schwingt und Harald, der nicht nur die Stahlarbeiter sondern auch sich selbst wegrationalisierte, seiner Frau vorspielt weiterhin zu arbeiten, plagt Jerry ein Sorgerechtsstreit um seinen Sohn Nathan.

Und während alledem gastieren die Chippendales in der Stadt und verzaubern mit ihren unnatürlichen Körpern die Frauen. (mehr …)

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