1920-er chic auf der Thuner Seebühne – Bekanntgabe des Kostümbilds

8493cff5da741797f943e71382c9c8b3_resized1920-er chic auf der Thuner Seebühne Während in den Berner Werkstätten das Bühnenbild entsteht, beginnen diese Woche auch in der Schneiderei der Thunerseespiele die Arbeiten. Im Thuner Atelier wird ein Grossteil der Kostüme für Sugar – Manche mögen’s heiss hergestellt. Das Konzept des Kostümbilds von Mareike Delaquis Porschka orientiert sich klar an der Vision von Werner Bauer, welcher mit seiner Inszenierung in Thun in erster Linie die Dualität von Licht und Schatten der melancholischen Komödie in den Vordergrund stellt.

e3a39015abbc272e91242f21b7508f9c_resizedBereits seit letztem Winter arbeitet Kostümbildnerin Mareike Delaquis Porschka an den Entwürfen für ihr erstes eigenständiges Thuner Kostümbild. „Es ist mir wichtig, dass alle Details stimmen und alle Einzelteile zu einem grossen Ganzen werden“, so die Kostümbildnerin. Regisseur Werner Bauer ist begeistert von der Umsetzung seiner Vision: „Die Figurinen von Mareike Delaquis Porschka sind sensationell. Ich kann jetzt schon sehen, wie die einzelnen Kostüme auf der Bühnen zusammen kommen und zu fantastischen Bildern werden. Der Kontrast zwischen den Arbeitslosen der Gangster-Stadt Chicago und den Millionären am Strand von Miami wird gerade im Kostümbild sehr deutlich.“ Da stehen die Arbeiter im Overall im krassen Gegensatz zu den Showgirls in knappen Kostümen.

8d798d1eab28cd51843c57d4916318b2_resizedDunkles Chicago, helles Miami
Der starke Kontrast zwischen den beiden Schauplätzen Chicago und Miami wird vor allem bei der Farb- und der Stoffwahl ersichtlich. Kostümbildnerin Mareike Delaquis Porschka erklärt: „Das kühle, arme Chicago zeigt sich auch in den Kostümen melancholisch. Schwere Stoffe in dunklen Farben prägen das Bild. Einen kleinen Kontrapunkt setzt einzig die Mafia-Gang um Spats Palazzo, die selbstverständlich in edlen Anzügen daherkommt.“ Die Szenen im mondänen Miami wird die Designerin in ein ganz anderes Gewand verpacken: „Miami ist zu der Zeit, in der das Stück spielt, die Spielstädte der Millionäre – die Stadt der Reichen und Schönen. Und es ist sommerlich warm! Deshalb arbeiten wir hier mit luftigeren Stoffen und hellen Farben. Pastellnuancen der vorherigen Farbpallette und viel Ecru dominieren das Bild. Selbstverständlich dürfen auch die Showkostüme der Damenkapelle um Sugar Kane nicht fehlen.“

237f53d146840925f2d56cc9ba36b935_resizedWiedererkennbarkeit durch Farben
„Jede einzelne Figur bei rund 50 Schauspielern auf der Bühne klar wiedererkennbar zu machen, ist eine Herausforderung. Gerade bei Sugar – Manche mögen’s heiss sind die Kostümwechsel recht komplex. Die beiden arbeitslosen Musiker Joe und Jerry werden Zeuge eines Mafia-Mordes und tauchen auf ihrer Flucht – als Frauen verkleidet – in Sugar Kanes Damenkappelle unter. Das Publikum muss die zwei also auch in Damenkleidern und im Getümmel am Bahnhof wieder erkennen“, so Mareike Delaquis Porschka. Als eindeutiges Wiedererkennungsmerkmal greift die Kostümbildnerin zu folgendem Kniff: „Die Farbigkeit der einzelnen Figuren bleibt gleich – das ganze Stück über. So geben wir den Zuschauern eine zusätzliche Orientierungshilfe.“

 

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